politische Grundsätze

Politische Grundsätze des Teams #nomoregames:

Teil 1

Erneuerung und Weiterentwicklung statt Abriss und Neubau

In den folgenden Wochen wollen wir Euch immer wieder inhaltliche, programmatische Punkte anbieten. Dieser erste Text handelt von dem Übergang aus der Vergangenheit der UFO in eine veränderte Zukunft. Von der Urform der UFO über UFO 1.0 zu UFO reloaded oder “renewed”.Wir freuen uns über rege Diskussionen zu den hier genannten Punkten und gerne auch über Wünsche, welche Themen ihr von uns in den nächsten Wochen noch lesen wollt.

Hier nochmal der Link zu unserer Gruppe: #nomoregames

Ist-Zustand der UFO

Die UFO ist 2019 durch ein Sanierungsjahr gegangen – und das in jeglicher Hinsicht: Interne Lagerbildungen, finanzielle Unregelmäßigkeiten, interne rechtliche Fragestellungen, rechtliche Auseinandersetzungen mit dem LH-Konzern, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und öffentliche Diskreditierungen oder gar Verleumdungen durch ehemalige Mitglieder. Es gab (fast) nichts, was UFO im Jahr 2019 erspart geblieben wäre…

Im Jahr 2020 sind diese Hinterlassenschaften in keiner Weise abgeschlossen, aber alle verbliebenen Gremienmitglieder, Aktive und Mitarbeiter der UFO haben in Zusammenarbeit mit externen Anwälten und Experten einen Turnaround hinbekommen. Die Finanzen sind stabilisiert, es gibt wieder einen deutlichen Mitgliederzuwachs, die bisher geführten Gerichtsverfahren konnte UFO für sich entscheiden und die internen Unregelmäßigkeiten sind sämtlich geordneten juristischen Verfahren gegen ehemalige Funktionäre zugeführt worden, an deren Ende die Entscheidung von Richtern stehen werden.

Es gibt mittlerweile auch Akteneinsicht in die Ermittlungsstände der Staatsanwaltschaft. Bisher ist dort zwar noch kein Ergebnis vorhanden; die Zwischenstände stärken jedoch den Innenblick durch die Arbeitsergebnisse von der Taskforce und den für die UFO tätigen Anwälten. Es gibt keine Anhaltspunkte für abweichende Einschätzungen der Staatsanwaltschaft zu den Ergebnissen der UFO, die den Mitgliedern am 01.11.2019 auf der Mitgliederversammlung präsentiert wurden. (Zu diesen Ergebnissen gibt es am 15.01.2020 um 11 Uhr in der UFO-Zentrale einen “Nachholtermin” für interessierte Mitglieder)

Mit diesem Stand arbeitet die UFO derzeit, im Januar 2020.

Nach den anstehenden Wahlen Mitte Februar werden die Gremien der UFO wieder komplett sein. Bis dahin gibt es eine kleinere Anzahl von verbliebenen Vorständen, Aktiven und Mitarbeitern, die den Alltag managen, wenn man die jetzigen Zeiten überhaupt Alltag nennen kann.

Übergangszeit

Direkt nach der Wahl, wer auch immer diese gewinnen mag, sind zwar wieder mehr Menschen in den Gremien der UFO. Doch ist es nicht realistisch, darauf zu hoffen, dass all die Neugewählten in Vorstand, Beirat und Gruko ab dem ersten Tag die Möglichkeit haben werden, gleich voll wirksam zu arbeiten. Es wird die Aufgabe der jetzigen Funktionsträger sein, mit den neu Gewählten zusammen eine saubere Bestandsaufnahme und eine Einarbeitung zu gewährleisten. Dabei muss es egal sein, welchen Teams bzw. Einzelströmungen die jeweiligen Menschen angehörten oder noch angehören. Vor wie nach dem Wahltag sind wir alle UFOs, die zusammenarbeiten müssen.

Eines der wichtigsten Zwischenziele nach dieser Einarbeitungsphase ist es dann, das politisch Gewollte in verbesserte Strukturen zu gießen, diese mit der Mitgliedschaft zu diskutieren und schlussendlich zu beschließen. Hier werden die sprichwörtlichen 100 Tage sicher nicht ausreichen, doch es bleibt nicht ewig Zeit, um hier nach außen wieder transparente und stabile Verhältnisse zu bieten.

Zielstruktur

Wie genau soll das alles in Zukunft organisiert sein? Wenn wir das jetzt als Kandidatenteam bereits beantworten würden, gäbe es zu Recht einen Aufschrei. Wir werden nicht alleine in der UFO sein.

Wir sind nicht “die Grundsatzkommission”, “der Beirat”, sondern Kandidaten für diese Gremien. Wir sind schon gar nicht die Mitarbeiter oder die bereits vorhandenen Gremien wie die Tarifkommissionen, die während der zurückliegenden Krise stoisch und professionell weitergearbeitet haben. Last but not least sind wir nicht die Mitgliedschaft, die all dies diskutieren und beschließen wird.
Wir haben aber ein Zielbild. Eine Vorstellung davon, wie wir alte Flexibilität und Agilität mit klareren, transparenteren und professionelleren Strukturen verbinden möchten. Dazu gibt es in der Welt da draußen viele Beispiele, an denen wir uns orientieren können. Stark bürokratisierte Strukturen wie in manchen großen Parteien werden für unsere kleine, sehr politische Organisation eher nicht sinnvoll erscheinen.
Spannende Beispiele einer offenen Führungskultur in der Wirtschaft oder in anderen Vereinen können als Vorbilder herangezogen werden, wir können uns dort Input holen. Sehr zu empfehlen ist der folgende Film, der frei auf youtube zu finden ist:

https://www.youtube.com/watch?v=c1TwxZhTPN0

Und damit es nicht nur bei einer weichen Absichtserklärung bleibt, hier ein paar Grundsätze, an denen wir uns in den folgenden Monaten orientieren wollen:

  • Professionalität durch Vernetzung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Strukturen: z.B. Controlling im Hauptamt und Finanzkontrollausschuss der Mitglieder
  • weitere Strukturen der direkten Mitglieder-Mitnahme, um Prozesse der Meinungsbildung zu erarbeiten, (Wieder)belebung von themenbezogen Arbeitsgruppen
  • eine weitere (als die bisher schon geleistete) Professionalisierung unserer medialen Auftritte als einzige Flugbegleitergewerkschaft
  • eine Verstärkung des Austausch von UFO-Aktiven in den verschiedenen Airlines und Personalvertretungen
  • eine wieder stärker sichtbare Präsenz in den Betrieben

Diese Liste ist weder abschließend noch unumstößlich – lasst uns drüber reden.

weiter mit Teil 2